Ein gesellschaftliches Problem
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- Geschrieben von Thomas Lipski
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Meine Auffassung vom Wort Asozial und welche Vorurteile über dieses Wort existieren
Häufig werden Menschen mit wenig Geld einem außergewöhnlichen äußeren Erscheinungsbild oder einer anderen Herkunft mit diesem Wort beschimpft, es ist also an der Zeit, mal gehörig mit diesen in der Gesellschaft weit verbreiteten Vorurteilen aufzuräumen und die wirkliche Bedeutung des Wortes asozial hervorzuheben. Kein Mensch wird durch Reichtum, eine bestimmte Nationalität, sein Äußeres oder seinen beruflichen Status automatisch zu einem guten und sozialen Menschen, genauso wenig wie andersherum ein Obdachloser nicht automatisch zur Sorte der Asozialen gehören muss. Oftmals verbergen sich die tiefsten Abgründe hinter einem Deckmantel, beispielsweise einem gesellschaftlich hochanerkannten Beruf oder einer Fassade aus großem Reichtum. Leider hab ich diese Feststellung schon häufig persönlich gemacht. Ein Problem, welches enormen Druck auf jeden einzelnen Menschen unserer Gesellschaft ausübt; bei Defiziten gegenüber Anderen ensteht schnell ein Minderwertigkeitsgefühl. Kein Geld der Welt kann einen Menschen mit einem guten Herz ersetzen. Nur wenn die Menschen wieder lernen, was die wirklich wichtigen Werte unserer Gesellschaft sein sollten, kann es wieder bergaufgehen. So lange allerdings verantwortungsvolle Aufgaben an machtbesessene, habgierige Menschen, welche Ihr Verhalten weder einsehen noch ändern wollen, übergeben werden, wird sich auch nichts an dieser Denkweise ändern.
Die soziale Kälte kann erst verschwinden, wenn Autoritätspersonen ihre Aufgaben nicht missbrauchen und ein Umdenken einsetzt. Das größte Problem sehe ich allerdings, wie oben schon kurz erwähnt, darin, dass viele Menschen an einer sozialen Denkweise überhaupt nicht interessiert sind, nur ihre eigenen Interessen berücksichtigen, oder ihre Macht missbrauchen wollen. Zum Schluss möchte ich noch ein Beispiel nennen, welches zum weiteren Nachdenken anregen soll. Lieber würde ich mit einem herzensguten Obdachlosen in einem Trabi durch die Gegend fahren als mit einem zwar in der Gesellschaft hoch anerkannten aber charakterschwachen, herzlosen Menschen in einem Porsche. Auch wenn ich mich bei dieser Sorte von Mensch nicht gerade beliebt mache, mein Interesse besteht nicht darin neue Freundschaften mit ihnen zu schließen, sondern ihr Fehlverhalten öffentlich zu machen und damit ein stückweit zu bekämpfen.
(Nicht der berufliche Status oder die Herkunft eines Menschen, sondern sein Verhalten spiegelt sein Niveau wider.)
Thomas L.









